Ursprünglich wollten wir lediglich eine baufällige Trockenmauer in der Böschung der „Katzenmilch“ freischneiden, instand setzen und eine Sitzbank darauf installieren.
Doch die marode Mauer musste schließlich vollständig abgetragen werden. Dabei kamen tonnenweise vergrabene Bauschuttreste zum Vorschein, die zunächst entsorgt werden mussten. Erst danach konnten wir dank großzügiger Sandsteinspenden mit dem Neuaufbau beginnen.
So sah es hier vorher aus: Eine instabile, alte Trockenmauer.

nach vollständiger Abtragung begannen wir den Neuaufbau
im August 2025 Stein für Stein.

In zahlreichen ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen entstand so ein größeres Bauwerk, das inzwischen fast an eine Burgmauer erinnert. Im April 2026 konnten wir die Bauarbeiten abschließen und auf der „Burgterrasse“ eine gespendete Sitzbank aufstellen. So wurde die „Burg Katzenmilch“ zu einem echten Schmuckstück – nicht nur für Spaziergänger und Radfahrer, sondern auch eine Attraktion für zahlreiche Mauereidechsen.
An heißen Tagen lädt der angenehme Schatten zweier Nussbäume dazu ein, auf der Bank zu verweilen und den Blick über die Felder schweifen zu lassen. Möglich wurde all dies durch den tatkräftigen Einsatz vieler Helferinnen und Helfer der Eh da-Initiative. Vor allem ist den beiden Hauptakteuren auf der Baustelle Alexander Macht (2.von links) und Mathias Lindner (3.von links) zu danken.
Alexander hatte die Idee zu den Mauerstufen und beschaffte uns Bagger und Mathias führte die Setzarbeiten an den Trockenmauern professionell aus.
Am Samstag, den 20. Juni 2026 konnten wir unser Bauwerk endlich feierlich einweihen und der Öffentlichkeit die Entstehungsgeschichte anhand von Fototafeln erläutern.
Wie kam die Gewanne „Katzenmilch“ zu dem seltsamen Namen?
Die etwa 40 Gäste bei der Einweihungsfeier horchten auf, als sie bei Schorle, Kaffee, Kuchen und Bratwurst plötzlich ein jämmerliches Miauen aus dem Gebüsch vernahmen. Es war nur ein versteckter Lautsprecher.

So ähnlich dürfte es sich vor über 150 Jahren angehört haben, als eine Essinger Bauersfrau dort im Feld arbeitete. Sie hielt bei ihrer Feldarbeit inne und fand mehrere ausgesetzte Jungkätzchen. Vom Mitleid gerührt, eilte sie heim und brachte den Tieren eine Schale Milch. Bald schon taten es ihr andere Frauen des Dorfes gleich, und pilgerten Tag um Tag hinaus, um die kleinen Wesen zu nähren. Über Wochen hinweg wurden die Kätzchen versorgt bis aus den flauschigen Hungerleidern stattliche Mäusejäger wurden. Noch viele Jahre lang, so sagt man, hörte man gelegentlich ihr Miauen über die Felder hallen, als riefen sie nach der gütigen Gabe der Frauen. Das klägliche Miauen ist längst verstummt, aber geblieben ist für diese Fleckchen Erde der Name „Katzenmilch“.
Zur Einweihung enthüllten wir ein Schild mit dieser Geschichte. Darunter befestigt ist eine alte Emailschüssel, die wir bei den Bauarbeiten in der Böschung fanden. Ob es vielleicht die ursprüngliche Schüssel ist, mit der die Kätzchen gefüttert wurden?
Und falls Sie beim Besuch der Katzenmilch ein Miauen hören … haben Sie vielleicht zufällig ein kleines Schlückchen Milch dabei? Die Nachfahren der Kätzchen warten vielleicht noch.
Der Platz ist folgendermaßen zu finden:
Man verlässt den Ort auf der Luitpoldstraße (neben Metzgerei Frech) und folgt dem befestigten Feldweg geradeaus nach Norden ca.1 km. Das Ziel befindet sich ca. 200m nach einer Linksbiegung des Weges.
(Eckart Kleemann)














Daneben ein Birnbaum, dessen typisch fischiger Blütenduft für unsere Nasen weniger angenehm war, wohl aber viele Käfer und Fliegenarten anlockt. In der großen Heckenböschung konnte das „Schneetreiben“ der Schlehenblüte bewundert werden. In der Abblüte verstreuen sie beim kleinsten Windhauch tausende weiße Blütenblätter.










