Jahresabschlussarbeiten 2018

Endlich war es soweit! Um eine Woche, dank stürmischer Wetterkapriolen verschoben, konnte am 29.12.2018 unsere diesjährige Nachpflanzaktion durchgeführt werden.

Rosenstöcke als Kletterschutz

Unsere bestellten Rosenstöcke zieren jetzt die bereits im Herbst fertiggestellte Trockenmauer und sollen einen natürlichen Kletterschutz bilden. Mit ihren zauberhaften Blüten und verlockendem Duft werden die Sträucher nicht nur uns Essinger betören, sondern auch Bienen und Hummeln mit ausreichend Nahrung versorgen.

Am Pleck wurde ebenfalls noch die Fehlstelle in unserem Baumkataster mit einer Reneclaude ersetzt und das Fundament für die erste „Panoramabank“ in Essingen geschaffen. Im Frühjahr planen wir die Aufstellung der Bank, die derzeit noch eingelagert ist und möchten mit einem kleinen Einweihungsfest bei schönem Wetter die Fertigstellung dieses wunderschönen Plätzchens feiern. Merken Sie sich also unseren geplanten „Panoramatag“ schon einmal für das Jahr 2019 vor!

Schon mal Probesitzen….

Weiter ging es auf die Streuobstwiese hinter dem Fußballplatz, am angrenzenden Skaterplatz. Auch hier konnten wir einige Fehlstellen nunmehr wieder nachpflanzen. Mittlerweile haben wir ja ein wenig Übung im Baumpflanzen und das Setzen ging schnell von der Hand.

Nachgepflanzt und mit Verbissschutz versehen….

Zuletzt wurden noch die zwei schon lange geplanten Rosenstöcke am Hinkelstein gepflanzt.

Wir möchten uns bei unseren zahlreichen Helfern, Unterstützern und neuen Mitgliedern bedanken, die bei Wind und Wetter mit Werkzeug, Fuhrpark und allerlei Leckereien uns durch das Jahr 2018 begleitet haben.

Fertigstellung unserer Trockensandsteinmauer

Unsere Sandsteinmauer am Pleck wartet noch auf ihre Fertigstellung.

Die Grundsteine sind bereits gelegt!
Die Grundsteine sind bereits gelegt!

Gemeinsam möchten wir am Samstag, den 27.10.2018 ab 9:00 Uhr die bereits angefangene Sandsteinmauer fertigstellen und bei dieser Gelegenheit auch unsere Rosenbüsche sowie unsere Bank aufstellen.

Wann: Samstag, 27.10.2018 ab 9:00 Uhr

Wo: Am Pleck (Mitfahrgelegenheit ab 8:45 Uhr beim Sportplatz Essingen)

Bitte mitbringen: Festes Schuhwerk, Handschuhe sowie Schaufel, Spitzhacke & Spaten

Wanderung durch die südlichen Gewannen

Unsere erste Wanderung des Eh-Da Vereins Essingen war ein voller Erfolg. Mit 36 interessierten kleinen und großen Wanderern, begleitet von 3 Hunden ging es um 9:00 Uhr vom Sportplatz aus zur dortigen Flurbereinigung.

begeisterte Wandergruppe
begeisterte Wandergruppe

Wir bestaunten Natternköpfe,

Natternkopf
Natternkopf

diverse Kamillenarten und riesige Disteln.

Eselsdistel
Eselsdistel

Begleitet wurden wir von zahlreichen Schmetterlingen und deren Farbenpracht.

Schwalbenschwanz

Schachbrett
Schachbrett

Tagpfauenauge
Tagpfauenauge

Auf dem Weg zum Pleck gab es die erste Verkostung.

Labyrinth im Pleck
Naturlabyrinth im Pleck

Die Scheinerdbeere lockte mit ihrem kräftigen Rot, hatte  geschmacklich allerdings nichts zu bieten. Die nächste Verkostung gab es bei den schwarzen und weißen Maulbeerbäumen, die uns saftig den weiteren Weg versüßten.

Vorbei an unserer gepflanzten Linde ging es bergauf zu den Kirschbäumen und den dortigen Eh-Da Flächen. Hier gab es dank hinterlegter Leiter verschiedene Kirsch-Sorten zu probieren und diverse Kleearten zu bestaunen.

Kronwicke mit Schachbrett
Kronwicke mit Schachbrett

Über den Hinkelstein und das dort angelegte Wildblumenbeet ging es vorbei an Mispelsträuchern und großen Karden in den Pfaffenhohl hinunter. Dort präsentierte sich die Schornstein-Wespe mit ihren kleinen Kaminen.

Zum Abschluss unserer Wanderung gab es noch ein kühles Glas Apfelsaft im schattigen Garten der Familie Schork.

Wir bedanken uns herzlich für die zahlreiche Teilnahme und das große Interesse an unseren Eh-Da Flächen und freuen uns auf das nächste Mal!

 

 

Trockenmauer für die Gewanne Pleck

Trockenmauern sind nicht nur optisch, sondern auch ökologisch eine Bereicherung für unsere wiederhergestellte Streuobstwiese in der Gewanne Pleck.

Unser Ziel: Durch den Bau einer Trockenmauer die Ansiedlung von Insekten wie Wildbienen und Hummeln fördern, aber auch Eidechsen und den selten gewordenen Blindschleichen in den trockenen Mauerritzen ein neues Zuhause bieten.

Wann: Samstag, den 23.06.2018

Uhrzeit: 9:00 Uhr

Dauer: ca. 3-4 Stunden

Wo: entweder vor Parkplatz dem Sportplatz oder direkt an der Streuobstwiese im Pleck

Wir benötigen: Muskelkraft, 1 Auto mit Anhänger, Spitzhacken, Schaufeln, Spaten, Rechen

Empfehlung: Arbeitshandschuhe, festes Schuhwerk

Für den Bau wird die Wiese vorher gemäht um ausreichend Raum für den Aufbau zu haben.

Vielen Dank an Andreas Schindler, der uns den Kontakt zu unserem Steinlieferanten vermittelt hat und an Erika Maul, die uns freundlicherweise ein Zwischenlager auf ihrem Grundstück zur Verfügung gestellt hat.

 

 

Pleck Oktober 2017

In der Sitzung des Landwirtschafts- und Umweltausschusses der Gemeinde am 25.10.2017 wurde einstimmig befürwortet, dass der Eh-Da Verein die Pflege und Nutzung des Grundstückes Am Pleck übernehmen.

Dank unseres Freischnitts konnten wir dort für den Apfelsaft schon ordentlich ernten.

Freischnitt im Pleck

Am Samstag, 4. Februar 2017 trafen wir uns um 10.00 Uhr am Sportplatz, um eine kleine gemeindeeigene Streuobstwiese zu entbuschen und die Bäume freizustellen.

Das Grundstück liegt etwa 300 m westlich vom Sportplatz in der Gewanne “Pleck“ terrassenartig neben einer langgezogenen südexponierten Böschung und wurde vor 20 Jahren im Rahmen einer Flurbereinigung angelegt.

Seitdem hat sich leider nie jemand richtig darum gekümmert.

Das Grundstück ist ca. 50m lang und 25 m breit – also eine Größenordnung, die in ein paar Stunden bewältigt werden konnte. Die auf der Fläche und der angrenzenden Böschung stehenden Obsthochstämme (11 Apfel-, 8 Zwetschgen-, 3 Birnen-, 1 Nuss- und 2 Kirschbäume) waren noch in einem “rettbaren“ Zustand, drohen allerdings akut von Buschwerk und Clematis überwuchert zu werden. Da der Platz zudem noch sehr schön liegt (quasi auf einer Sonnenterrasse) und mit einer Sitzgelegenheit ausgestattet auch zum Verweilen einladen könnte, fanden wir es zu schade, ihn verbuschen zu lassen.

Zwar wäre ein Verwildern im Sinne des Artenschutzes ebenfalls wertvoll, da aber bereits eine ausgedehnte (450 m lange) Feldheckenböschung angrenzt, ist der natürlichen Vielfalt besser gedient, das Grundstück als Streuobstwiese mit offener Südböschung zu erhalten.

Toll wäre es, wenn wir in der Böschung noch eine Sandsteintrockenmauer einbauen könnten – vielleicht in einer späteren Aktion.

Wer uns Sandsteine dazu zur Verfügung stellen könnte, bitten wir, sich zu melden, Tel. 06347-6335 o. 01577-6347854.

Wir hofften, dass uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung machte und freuten uns auf den gemeinsamen Arbeitseinsatz.

Als Werkzeug brauchten wir wie immer Freischneider, Motorsäge, Astscheren, Heckenscheren, Gabeln und Rechen. Natürlich war jeder Helfer willkommen, ob Vereinsmitglied oder nicht.

Es war wieder ein erfolgreicher Arbeitseinsatz. Trotz unfreundlichem Wetter fanden sich zum Treff am Sportplatz 20 (!!) Helfer ein – dabei auch ein Knöringer und ein Eritreer (auf dem Foto sind leider nicht alle drauf). Mit Gabeln, Rechen, Astscheren, Motorsensen und –sägen rückten wir aus um den stark verwilderten Streuobstbestand „Pleck“ freizuschneiden. Jürgen Maul stellte uns freundlicherweise wieder seine große Rolle hin um das Gestrüpp aufzuladen. Die Bürgermeisterin spendierte uns eine Vesper mit Brezeln und Hefekranz.

Vor Ort gab es zunächst eine kleine Debatte darüber, ob wir denn hier für oder gegen die Natur arbeiten. Es wurde gefragt, wie es im Sinne des Naturschutzes an dieser Stelle gut sein soll, wildwachsende Hecken zu entfernen, während wir uns sonst doch eher den Erhalt oder die Neuanlage von Feldgehölzen wünschen?

Hierzu ist zu sagen, dass viele Arten, z.B. die meisten Tagfalter und viele andere Insekten Bewohner von offenen Flächen sind, die extensiv bewirtschaftet werden. Bei Betrachtung kleiner Flächen übertreffen z.B. europäische Halbtrockenrasen im Artenreichtum einiger Tier- und Pflanzengruppen sogar die Tropenwälder, jedoch nur solange sie vor Verbuschung geschützt und sich nicht selbst überlassen werden. Natürlich sind Feldhecken sehr wichtig, aber es ist im Sinne des Artenschutzes eben auch wichtig, Offenflächen zu erhalten.

Im Pleck hat man beides direkt nebeneinander, eine bestehende schöne ca. 450 m lange Feldhecke und die kleinere von uns nun freigeschnittene südexponierte Streuobstfläche. Artenvielfalt braucht eben vielfältige Lebensräume.

Hier waren Freischneider und Astschere sowie einige Gartenscheren im Einsatz!

Zum Abschluss des Tages pflanzten wir in der Nachbargewanne Schinderhöbel an markanter Stelle eine schöne große Linde, die die Kreisverwaltung der Gemeinde zur Verfügung gestellt hatte.

 

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