Wir haben gemäht!

Petrus war heute morgen mit uns gnädig. Die Liebesinsel zeigte sich von ihrer besten Seite.

Pünktlich um 9:30 Uhr hörte es auf zu regnen. Die letztes Jahr ausgesäte Saat war überfällig. Die Mähfläche zeigte sich teilweise noch in Ihrer Blüte.

Dicht bewachsen mit Disteln, Kornblumen und ein paar Brombeer- sowie Rosenranken lies sich der Streifen hinter den Obstbäumen schnell mit 3 Motorsensen abmähen.

Die zusammengerechten Mieten schafften es tatsächlich bis auf die letzte Distel auf den Hänger.

 

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Wir mähen an der Essinger Liebesinsel!

Wir mähen an der Essinger Liebesinsel!

Ein Rückschnitt ist hier dringend notwendig um die sich selbst ausgesäten Samen für das nächste Jahr keimfähig zu machen.

Bitte bringt entsprechende Gartengeräte wie Heugabel, Freischneider und Handschuhe mit.

Wir treffen uns vor Ort an der Liebesinsel um 9:30 Uhr bis ca. 11:30 Uhr am 09.09.2017.

In der Essinger Flur mit dem Osso-Bähnel unterwegs….

Am Sonntag, den 27.08.2017 bestand die Möglichkeit, mit dem Ossobähnel eine Fahrt durch die Essinger Flur zu genießen.

Nach einer Fahrt von ca. 10 Minuten kam man am Haltepunkt an den Domterassen an.

Dort wurde man mit einem Glas Apfelsaft oder Wein überrascht.

Bei erstklassigem Wetter lauschten dann die Gäste einem kleinen Vortrag von Eckart Kleemann über die Eh-Da Initiative Essingen sowie über die Eh Da Flächen.

Auch für alt eingesessene Essinger gab es überraschenderweise noch viel Neues zu hören.

Für Interssierte gab es noch Infomaterial, Samentütchen für unsere Blütenguerilla und natürlich ausreichend Mitgliedsformulare.

 

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Blütenguerilla

Liebe Gartenbesitzer!

Wir wünschen uns viel mehr heimische Wildblumen in unseren Gärten und möchten Sie ermutigen, dazu beizutragen. Bringen Sie Leben in Ihren Garten statt toten Schotter und sterilen Rasen!

Umstellungswilligen Gartenbesitzern stellen wir gerne Saatgut zur Verfügung – kleine Portionstütchen mit kurzer Erläuterung können Sie am Kerwesonntag,  dem 27.08.2017, an der Endstation vom Schoppenbähnl erhalten.

Auch in der Flur gibt es viele artenarme Grasflächen (oft durch übertriebenes Mulchen der Anlieger entstanden), die jedem Naturfreund ein Graus sind. Wir wollen im Herbst damit beginnen, per Hand solche Flächen an ausgesuchten Stellen umzustechen und zur Frühjahrsaussaat vorzubereiten. Freiwillige Helfer sind herzlich willkommen – wir kündigen es hier rechtzeitig an. Nach und nach werden wir so hoffentlich unsere Umgebung wieder etwas farbiger und attraktiver für Wildbienen, Schmetterlinge (und auch uns Menschen!) machen. In den Städten gibt es die Bewegung des „Urban Gardening“ auf städtischen Flächen, auf dem Land braucht es eine „Blütenguerilla“.

Warum heimische Wildblumen? Es gibt zwar wunderschöne Bienen-Blühmischungen mit vielen Zucht- und Gartenarten, deren Erfolg jedoch nach 1-2 Jahren verpufft und die dann gewöhnlich in Gras- und Unkrautbestände übergehen. Mit heimischen Wildblumen ist der optische Erfolg im ersten Jahr zwar nicht so spektakulär, steigert sich jedoch in den Folgejahren und bleibt über viele Jahre erhalten.

Auch aus einem anderen Grund muss man die beliebten exotischen Blühmischungen (z.B. Mössinger Sommer) mit einem Fragezeichen versehen: Da sie großenteils aus nicht heimischen Arten bestehen,  liefern sie zwar Futter für die Alleskönner unter den Blütenbesuchern, wie Honigbienen und Hummeln, nicht aber für die meisten Wildbienen oder gar die Raupen unserer Schmetterlinge. Wildbienenspezialisten warnen inzwischen eben aus diesem Grunde vehement davor: Gerade die seltenen, die gefährdeten Arten, die Nahrungsspezialisten unter unseren Insekten gehen leer aus. Rund ein Drittel der ca. 500 heimischen Wildbienenarten sammeln den Pollen für die Larven nur an bestimmten Pflanzenarten oder -familien. Sie würden nur auf heimischen Blühmischungen fündig.

Noch etwas macht exotische Ansaaten ökologisch wertloser. Sie bleiben selten über den Winter stehen, bieten also keine Winterverstecke für Eier und Puppen oder Samenstände als Vogelfutter – all das sind kostenlose Leistungen von heimischen Wildblumen, die erst im Frühjahr gemäht werden. Letzteres erfordert bei den meisten Gartenbesitzern allerdings eine Veränderung der Grundeinstellung, im Herbst alles sauber abzuräumen. Wenn wenigstens ein Teil nicht abgeräumt würde, wäre schon ein Gewinn.

Was gibt es bei der Aussaat zu beachten?

Bewährt hat sich hier die Methode nach Johannes Burri, ein bekannter Schweizer Spezialist für Wildblumen („Wildblumenburri“):

Bodenvorbereitung: Vor einer Neusaat muss die «alte» Pflanzengesellschaft restlos beseitigt werden (umgraben, abschälen, hacken, pflügen, fräsen etc.). 2 bis 3 Wochen nach der Bodenbearbeitung beginnt die Spontanflora (Unkraut) schon wieder zu sprießen. Das keimende Unkraut lässt sich am einfachsten mit Hilfe eines Gartenrechens beseitigen. Diese oberflächliche Bearbeitung sollte bei Bedarf im Abstand von einigen Wochen wiederholt werden. Achtung: Die Fläche darf nicht mehr tief bearbeitet werden (max. 3cm). Nach der ersten tiefen Bodenbearbeitung (bei der der alte Bewuchs vernichtet wurde) sollte sich der Boden bis zur Saat mindestens 4 Wochen lang absetzen können. Am Tag der Aussaat muss die ganze Fläche ein letztes Mal, ganz oberflächlich, bearbeitet werden. Keinesfalls sollte man die Fläche düngen oder mit Kompost anreichern.

Aussaatzeit: Eine günstige Zeit ist Mitte August bis spätestens Ende September oder im März-Mai. Da es sich größtenteils um Lichtkeimer handelt, ist es wichtig, dass das Saatgut nur obenauf gesät und keinesfalls eingearbeitet wird. Das unbedingt notwendige Anwalzen, oder Andrücken auf der Fläche sorgt für den benötigten Bodenschluss und eine gleichmäßige Keimung.

Pflege: Frisch gesäte Wildblumen dürfen im ersten Jahr (und auch in den Folgejahren) auch bei großer Trockenheit nicht bewässert werden.

Ein Wildblumenbestand sieht im Aussaatjahr oft sehr schlecht aus und der Deckungsgrad ist ungenügend. Beim flüchtigen Betrachten sieht der Laie nur Unkraut. Das muss so sein! Die Zwei- und Mehrjährigen entwickeln sich erst nach einer Überwinterung.

Sobald kein Licht mehr auf den Boden fällt, ist es Zeit für den ersten Säuberungsschnitt. Dies trifft etwa 8 Wochen nach der Aussaat zu, wenn der Bestand etwa kniehoch aufgewachsen ist. Die Schnitthöhe beträgt etwa 8 cm. Das Schnittgut wird sorgfältig zusammengerecht und entsorgt.

Es wäre toll, wenn viele Essinger Gartenbesitzer eine Wildblumenecke in Ihrem Garten schaffen würden. Wir unterstützen Sie hierbei gerne mit geeignetem Saatgut.

Ein großes Potential bieten ungenutzte Rasenflächen, die in vielen Gärten nur aus Bequemlichkeit angelegt sind, weil sie (irrtümlicherweise) für pflegeleicht gehalten werden. Für Wildbienen und andere Blütenbesucher ist ein gepflegter Rasen eine grüne Wüste. Wenn man einen Teil davon nur noch zwei- bis viermal im Jahr mäht, kommen zumindest Gänseblümchen, Kriechender Günsel, Wiesen-Löwenzahn, Scharfer Hahnenfuß, Gundermann, Weißklee oder Gamander-Ehrenpreis zum Blühen, was bereits eine Verbesserung ist. Eine artenreiche Blumenwiese entwickelt sich meist aufgrund der Wurzelkonkurrenz der Rasengräser nicht. Empfehlenswerter ist daher, gewisse Bereiche nach der oben beschriebenen Burri-Methode neu einzusäen.

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Wir haben gemäht!

Unser heutiger Arbeitseinsatz fand unter etwas schwierigen Verhältnissen statt. Der gestrige Regen hat das hochgewachsene und jetzt teilweise liegende Gras für unsere Sensen zu einem wahren Abenteuer werden lassen.

Um 9:00 Uhr fanden sich die fleißgen Helfer bepackt mit Rechen, Sensen und Heugabeln an der Wiese ein und das Mähen ging dank stahlendem Sonnenschein schnell voran.

Jetzt haben die sich selbst ausgesäten Mohn- und Kornblumensamen die Möglichkeit erneut zu keimen und die Keimlinge und Saaten für das kommende Jahr haben genügend Luft und Sonne um in die Blühsaison 2018 zu starten.

Dankeschön an die Gemeindearbeiter für den großen Anhänger, das Schnittgut konnte somit direkt von der Wiese geholt und eingesammelt werden.

 

 

 

 

Wir mähen am Samstag, 22.07.2017 um 9:00 Uhr

Die eingesäte Fläche im Vordergrund ist überreif.

Wir mähen unsere eingestreute Blumenwiese unter den Streuobstbäumen der Grundschule.

Ein Rückschnitt ist hier dringend notwendig um die sich selbst ausgesäten Samen für das nächste Jahr keimfähig zu machen.

Bitte bringt entsprechende Gartengeräte wie Heugabel, Freischneider und Handschuhe mit.

Wir treffen uns vor Ort an der Streuobstwiese hinter der Grundschule um 9:00 Uhr am 22.07.207.

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Start Baumkartierung Juni 2017

Essinger Bäume werden von Praktikant erfasst

Im Rahmen seiner Ausbildung als Biologisch Techn. Assistent hat letzte Woche Laios Haunstetter, 19 Jahre, ein Praktikum in seiner Heimatgemeinde absolviert. Unter fachlicher Anleitung sollte er die Baumbestände auf einigen nicht landwirtschaftlich genutzten öffentlichen Flächen der Essinger Flur erfassen.  Als Hilfsmittel dienten Bandmaß, Luftbildaufnahmen und Flurpläne.

In den vergangenen 30 Jahren wurden in unserer Gemarkung mehrere Flurbereinigungen durchgeführt, wobei jedes Mal auch naturnahe Flächen ausgewiesen wurden (in sog. landespflegerischen Begleitplänen) – so auch in dem derzeit noch laufenden Verfahren „Essingen V“ südlich der Ortslage. Diese Parzellen wurden oft mit Streuobst- und anderen Bäumen bepflanzt und gingen normalerweise ins Eigentum der Gemeinde über, einige auch der Landesforsten. Die so entstandenen Baumpflanzungen prägen und gliedern das örtliche Landschaftsbild und ohne sie böte unsere Flur einen sehr “ausgeräumten“ Anblick.  Sie erfreuen aber nicht nur das Auge, sondern verbessern auch das Wohlbefinden des Menschen, indem sie zum Beispiel Kohlenstoff binden, Feinstaub filtern, Schatten spenden oder Früchte hervorbringen und sie beherbergen natürlich auch viele Tierarten.

Nach Abschluss der jeweiligen Flurbereinigungsverfahren fand in der Vergangenheit kaum eine weitere Pflege der Gehölzpflanzungen statt. Als die Bäume dann allmählich “in die Jahre“ kamen, überstanden es manche nicht und hinterließen Lücken oder an anderen Stellen stellte sich eine Verbuschung ein. Um den derzeitigen Zustand dieser mit immerhin erheblichen Mitteln begründeten Pflanzungen zu erfassen, hat sich die Eh da-Initiative vorgenommen, eine Bestandsaufnahme noch in diesem Jahr  zu machen.

Die nun unter Mitwirkung von Laios Haunstetter erstellte Kartierung auf 10 Flächen umfasste insgesamt 330 Bäume. Davon waren 8 derzeit abgängig oder bereits abgestorben und es fanden sich 42 ältere Fehlstellen.

Diese wertvolle Arbeit soll in nächster Zeit von Mitgliedern des Vereins oder anderen Ehrenamtlichen fortgesetzt werden. Die Daten werden in ein geographisches Informationssystem (QGIS) sowohl kartenmäßig als auch in Datenbankform eingegeben mit Angaben zu Art  und Größe der Bäume und mit weiteren Bemerkungen. Die Defizite und Fehlstellen werden dann im Kartenbild klar erkennbar und erleichtern die gezielte Planung von Verbesserungsmaßnahmen.

Wir hoffen, damit einen Anstoß zu geben zur Bewahrung  der früher angelegten Baumbestände und zur Ersetzung der Verluste. Eine lebenswerte Landschaft und die Verbesserung der Artenvielfalt sollte allen Essinger Bürgern und der Gemeinde ein wichtiges Anliegen sein.

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Mitmachaktion am Samstag, 06.05.2017

Die Mauereidechsen in der Katzenmilch haben jetzt Paarungszeit. Auf der von uns frei geschnittenen Setzsteinböschung können sie in der Sonne die dazu nötige Energie tanken. Und Dank der ortsfernen Lage bleiben sie trotz des Gewannenamens hier unbehelligt von Katzen (es ist wenig bekannt, aber Katzen fangen nicht nur Mäuse, sondern auch ganz gerne Eidechsen).

Mittlerweile treiben allerdings die Brombeerstöcke an der Mauer wieder kräftig aus und sollten zurückgeschnitten werden bevor sie den Eidechsen die Sonne nehmen. Ebenso müssten auch an der Lößböschung im nahegelegenen Hohlweg die nachtreibenden Holunderbüsche und die Verkrautung beseitigt werden, sonst beschatten sie die Bruthöhlen der Wildbienen zu stark.

Außerdem wollen wir bei der Gelegenheit noch ein paar Edelkastanienbäume in den Domterrassen pflanzen.

Wir rufen daher auf zu einem kleinen Arbeitseinsatz am kommenden Samstag (6.Mai) ab 10 Uhr – Treffpunkt vor der Dalberghalle. Wer erst später kommt, kann natürlich auch direkt hinkommen. Am besten anrufen, wo wir gerade sind (01577 6347 854).

Eckart Kleemann

Update Katzenmilch April 2017

Die Aktion war ein voller Erfolg! Die ersten Eidechsen sind eingezogen und sonnen sich bei 15 ° Celsius Ende April.

Das Reptil mit dem schönen lateinischen Namen Podarcis muralis war das Reptil des Jahres 2011.

Aufgrund des Rückgangs des Lebensraumes sowie der schlechten Zukunftsaussichten wurde die Mauereidechse in der EU-weit gültigen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) als streng zu schützende Art in den Anhang IV aufgenommen.

Mit wenig Aufwand haben wir ein sonniges Plätzchen für die Mauereidechse geschaffen!

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Ein kleines bisschen Wildnis

Der Frühling hat begonnen und in den Weinbergen sprießt es zwischen den Zeilen bereits vor dem Austrieb der Reben. Taubnessel, Ehrenpreis, Vogelmiere, Kleearten, Löwenzahn und andere Bodenbedecker bieten Blütenbesuchern stellenweise recht gute Tracht und erfreuen auch das Auge, soweit sie nicht von überwiegenden Grasanteilen verdrängt sind.  Aus Gründen des Boden- und Umweltschutzes, der Befahrbarkeit und auch der Rebengesundheit sind Bodenbegrünungen mittlerweile Standard im modernen Weinbau.

Die Wasser- und Nährstoffkonkurrenz mit den Rebstöcken erfordern jedoch spätestens ab Anfang Mai eine Reduzierung dieses spontanen oder eingesäten Bewuchses. Im Laufe der Saison wird er mehrmals mit dem Mulchgerät abgemäht, zerkleinert und das Schnittgut zur Zersetzung liegengelassen.

Auch der Bereich der Vorgewenden wird dabei kurz gehalten (das ist der ca. 8m breite Streifen vor den Zeilen, auf dem bei der Bearbeitung gefahren und gewendet wird).

Nicht jeder macht das so gründlich und gelegentlich sieht man auch Vorgewende, die nicht so „ordentlich“ dastehen, oder wo am Rand etwas stehengelassen wird. Wenn mal eine Stelle gar bis in den Sommer nicht abgemäht wird, wundert man sich, wie es darin “summen und brummen“ kann, während nebenan “tote Hose“ herrscht. Neben der Arbeitsersparnis können solche Flächen eine hervorragende Werbung für den Winzer sein, die jeder naturliebende Betrachter zu schätzen weiß.

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