Wanderung durch die südlichen Gewannen

Unsere erste Wanderung des Eh-Da Vereins Essingen war ein voller Erfolg. Mit 36 interessierten kleinen und großen Wanderern, begleitet von 3 Hunden ging es um 9:00 Uhr vom Sportplatz aus zur dortigen Flurbereinigung.

begeisterte Wandergruppe
begeisterte Wandergruppe

Wir bestaunten Natternköpfe,

Natternkopf
Natternkopf

diverse Kamillenarten und riesige Disteln.

Eselsdistel
Eselsdistel

Begleitet wurden wir von zahlreichen Schmetterlingen und deren Farbenpracht.

Schwalbenschwanz
Schachbrett
Schachbrett
Tagpfauenauge
Tagpfauenauge

Auf dem Weg zum Pleck gab es die erste Verkostung.

Labyrinth im Pleck
Naturlabyrinth im Pleck

Die Scheinerdbeere lockte mit ihrem kräftigen Rot, hatte  geschmacklich allerdings nichts zu bieten. Die nächste Verkostung gab es bei den schwarzen und weißen Maulbeerbäumen, die uns saftig den weiteren Weg versüßten.

Vorbei an unserer gepflanzten Linde ging es bergauf zu den Kirschbäumen und den dortigen Eh-Da Flächen. Hier gab es dank hinterlegter Leiter verschiedene Kirsch-Sorten zu probieren und diverse Kleearten zu bestaunen.

Kronwicke mit Schachbrett
Kronwicke mit Schachbrett

Über den Hinkelstein und das dort angelegte Wildblumenbeet ging es vorbei an Mispelsträuchern und großen Karden in den Pfaffenhohl hinunter. Dort präsentierte sich die Schornstein-Wespe mit ihren kleinen Kaminen.

Zum Abschluss unserer Wanderung gab es noch ein kühles Glas Apfelsaft im schattigen Garten der Familie Schork.

Wir bedanken uns herzlich für die zahlreiche Teilnahme und das große Interesse an unseren Eh-Da Flächen und freuen uns auf das nächste Mal!

 

 

Eh da? Was ist das eigentlich?

Eh da-Flächen sind „eh da“, also in der Landschaft oder im Siedlungsbereich bereits vorhanden, ohne einer konkreten landwirtschaftlichen oder naturschutzfachlichen Nutzung zu unterliegen. Für Eh da-Flächen wurden geodatenbasierte Analyse- und Bewertungsverfahren entwickelt, mit denen eine semiautomatische Erfassung möglich ist. Anschließend können zielgerichtete Vor-Ort-Kartierungen zur Bestimmung der ökologischen Zustände dieser Freiflächen (Eh da-Potentialflächen) durchgeführt werden, um Handlungsempfehlungen für standortspezifische biodiversitätsfördernde Maßnahmen generieren zu können. Dies sind beispielsweise Aussaat von autochthonem Saatgut, Totholzerhalt, Anlage von Lesesteinhaufen oder Anlage und Erhalt von Rohbodenhabitaten. Dabei steht besonders die Flächenaufwertung für blütenbesuchende Insekten, wie Wildbienen, und die geeignete Vernetzung von Brut- und Sammelhabitaten (kombinierte Lebensräume) im Vordergrund. Die Vernetzung ist besonders wichtig, da Wildbienen nur geringe Distanzen zwischen Brut- und Sammelhabitat zurücklegen können. Diese können je nach Art nur wenige hundert Meter betragen.

Um wieviel Fläche handelt es sich da?

Bei einer Kartierung im vergangenen Jahr wurden in Essingen über 60 Flächen erfasst, deren Flächenanteil in der Gesamtgemarkung schätzungsweise 2-3 % ausmacht.

„Datenquelle: Arbeitsgemeinschaft Kataster und Kartographie der Großregion, www.gis-gr.eu

Warum sind uns diese Flächen so wichtig?

Weil es in unserer recht intensiv bewirtschafteten Flur die einzigen noch verbliebenen Flächen sind, auf denen sich die Natur entfalten kann und z.B. Vögel, Schmetterlinge und Wildbienen wenigstens noch kleine Rückzugsgebiete finden.

Warum soll man sich um diese Flächen denn überhaupt kümmern, wenn sie eh da sind?

Bei vielen dieser Flächen fällt zum Beispiel auf, dass sie gar nicht der Natur überlassen werden, sondern “sauber“ gemulcht dastehen und eine biologische Artenvielfalt keine Chance darin hat.
Wir möchten hier für mehr Verständnis und ein Umdenken werben, um der Natur wenigstens in diesem bescheidenen Rahmen wieder mehr Entwicklung zu ermöglichen.
Würde das Mulchen zum Beispiel auf einmal jährlich reduziert, wäre schon sehr viel gewonnen und es könnte wieder “summen und brummen“. Der Gemeinderat hat im September 2015 das Eh da-Projekt einstimmig befürwortet und beschlossen, in diesem Spätsommer mit der Einsaat von Wildkrautmischungen auf einigen Teilflächen etwas Blütenfarbe einzubringen. Zwei Essinger Landwirte haben ihre Hilfe angeboten zur Vorbereitung der Flächen. Ein sehr begrüßenswerter erster Schritt!

 

Trockenmauer für die Gewanne Pleck

Trockenmauern sind nicht nur optisch, sondern auch ökologisch eine Bereicherung für unsere wiederhergestellte Streuobstwiese in der Gewanne Pleck.

Unser Ziel: Durch den Bau einer Trockenmauer die Ansiedlung von Insekten wie Wildbienen und Hummeln fördern, aber auch Eidechsen und den selten gewordenen Blindschleichen in den trockenen Mauerritzen ein neues Zuhause bieten.

Wann: Samstag, den 23.06.2018

Uhrzeit: 9:00 Uhr

Dauer: ca. 3-4 Stunden

Wo: entweder vor Parkplatz dem Sportplatz oder direkt an der Streuobstwiese im Pleck

Wir benötigen: Muskelkraft, 1 Auto mit Anhänger, Spitzhacken, Schaufeln, Spaten, Rechen

Empfehlung: Arbeitshandschuhe, festes Schuhwerk

Für den Bau wird die Wiese vorher gemäht um ausreichend Raum für den Aufbau zu haben.

Vielen Dank an Andreas Schindler, der uns den Kontakt zu unserem Steinlieferanten vermittelt hat und an Erika Maul, die uns freundlicherweise ein Zwischenlager auf ihrem Grundstück zur Verfügung gestellt hat.

 

 

Wanderung durch die südlichen Gewannen zu den Eh-Da-Flächen

Die Sonne scheint, die Wildblumen blühen und unsere 1. Wanderung steht an.

Wir möchten interessierten Bürgern und Bürgerinnen unsere bisherige Arbeit in den südlichen Gewannen und noch unberührte Eh-Da Flächen bei einer kleinen Wanderung vorstellen.

Wann: Sonntag, den 17.06.2018

Uhrzeit: 9:00 Uhr

Dauer: ca. 1 1/2 Stunden

Strecke: 3,1 km durch die südlichen Gewannen von Essingen

Start: Parkplatz vor dem Sportplatz

Ende: Mühlstraße bei Familie Schork

Die Strecke eignet sich für Jung und Alt und hat nur eine kleine Steigung.

Die Wanderung führt uns teilweise über geteerte, aber auch über Schotter-, Gras- und Feldwege, wir empfehlen somit festes Schuhwerk.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen und garantieren eine faszinierende kleine Entdeckungstour direkt vor der Haustüre!