Freischnitt Katzenmilch und Hohlweg 2019

Am Dienstagmorgen, den 26.02. wurden in der Hohl der Katzenmilch die Löswände von der wild wuchernden Clematis, Hartriegel und Holunder befreit. Das bereits von uns im Jahr 2017 erstmals freigelegte Gebiet muss regelmäßig vor Überwucherung geschützt werden.

Hohlweg an der Katzenmilch – vorher
währenddessen….
nachher!
nur ein kleiner Ausschnitt eines Löswandteiles aus dem jetzt wieder freiliegenden Hohlweg

Freischnitt im Pfaffenhohl

Geschafft! Bei Sonnenschein lässt es sich hervorragend arbeiten!

Vorher!

Am letzten Samstag haben wir die die Löswände auf der rechte Seite der Pfaffenhohl, von der Mühlstraße aus kommend gesehen, von Gestrüpp, Efeu, Holunder und altem Laub befreit.

Die Arbeit ging schnell voran. Mit Astscheren, Motorsägen und Besen konnten wir das Schnittgut zum bereitgestellten Gemeindehänger abtransportieren. Drei Stunden und fünf volle Hängerladungen später war das Ergebnis deutlich sichtbar.

Nachher!

Die Löswände auf der rechten Seite der Pfaffenhohl erstrahlten in der Sonne und liegen jetzt wieder völlig frei. Dem Einzug an Wildbienen und zahlreicher anderer Insekten steht nun nichts mehr im Wege.

Geschafft! Bei dem Wetter und der guten Stimmung fiel das Arbeiten leicht!

Wir bedanken uns bei unseren zahlreichen großen und kleinen Helfern auf das es demnächst wieder summt und brummt.

Schnittarbeiten im Pfaffenhohl für unsere Wildbienen

Das bundeseinheitlich Fäll- und Schnittverbot in der Baum- und Gehölzpflege regelt nach § 39 BNatSchG betreffen Pflege- und Rückschnitte für Bäume, Hecken, lebende Zäune, Sträucher und weitere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September.

Somit steht also noch unbedingt die Pflege- und Rückschnittmaßnahme in der Pfaffenhohl von der Mühlstraße kommend auf der rechten Seite (Sonnenseite) an.

Dort konnten wir bei unserer Sommerwanderung in den „Südlichen Gewannen“ ja bereits die Schornsteinwespe samt Brutgelege bestaunen und möchten ihr und vielen anderen Wildbienen- und Hummelarten sowie weitern Insekten auch dieses Jahr ein attraktives Plätzchen bieten.

Schornsteinwespe am Eingang ihrer Brutkammer

Wo: Treffpunkt Ecke Mühlstraße/Brühlstraße auf der Hainbachbrücke

Wann: Samstag, 16.02.2019 um 9:00 Uhr (wer später dazu stoßen mag, einfach die Pfaffenhohl hoch)

Mitbringen: Motorsäge, Heckenscheren, Baumscheren, Gartenscheren, Rechen, Harken, Schubkarre, Schaufel, Besen

Wir empfehlen wie immer Garten- oder Arbeitshandschuhe und festes Schuhwerk!

Bei strömenden Regen, was wir natürlich nicht hoffen, wird die Aktion auf den nächsten Samstag, den 23.02. verschoben.

„Sozialer Wohnungsbau“ in Essingen!

Endlich ist unsere Sandsteinmauer fertiggestellt. Das Wetter spielte hervorragend mit. Während wir mit Traktor samt großer Schaufel und Hänger die gelagerten Sandsteine an Ort und Stelle schütteten, wurden wir sogar mit ein paar Sonnenstrahlen belohnt.

Steinlieferung

Die wieder ausgetriebenen Brombeeren wurden zurückgeschnitten und so gut es ging ausgegraben und bedürfen auch weiterer Beobachtung.

Brombeerranken und Wurzeln
Brombeerranken und Wurzeln

Fachmännisch wurde gestapelt, gerückt und auch mal der ein oder andere Stein angepasst. Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend.

Wenn die Trockenheit jetzt hoffentlich Mitte November etwas nachlässt, können wir die bis dahin gelieferten Wildrosenstöcke sowie die Nachpflanzung der Fehlstelle mit einem Reneclaude-Baum vornehmen.

Nach Fertigstellung der „Baumaßnahme“ wurde das neue Wohngebiet für die zukünftigen Bewohner in Betrieb genommen.

Ab sofort stehen ausreichend große und kleine Mauerritzen zum Einzug bereit.

Mauereidechse in unserem Steinlager
Mauereidechse in unserem Steinlager

Während die Zaun- und Mauereidechsen schon unser Lager besiedelt haben und nunmehr nur umsiedeln müssen, erwarten wir großen Zuflug von diversen Wildbienenarten und Hummeln.

Wir bedanken uns herzlich bei den Helfern und „Energieversorgern“, die unsere Streuobstwiese um dieses Stückchen Lebensraum erweitert und „aufpoliert“ haben.

 

Trockenmauer für die Gewanne Pleck

Trockenmauern sind nicht nur optisch, sondern auch ökologisch eine Bereicherung für unsere wiederhergestellte Streuobstwiese in der Gewanne Pleck.

Unser Ziel: Durch den Bau einer Trockenmauer die Ansiedlung von Insekten wie Wildbienen und Hummeln fördern, aber auch Eidechsen und den selten gewordenen Blindschleichen in den trockenen Mauerritzen ein neues Zuhause bieten.

Wann: Samstag, den 23.06.2018

Uhrzeit: 9:00 Uhr

Dauer: ca. 3-4 Stunden

Wo: entweder vor Parkplatz dem Sportplatz oder direkt an der Streuobstwiese im Pleck

Wir benötigen: Muskelkraft, 1 Auto mit Anhänger, Spitzhacken, Schaufeln, Spaten, Rechen

Empfehlung: Arbeitshandschuhe, festes Schuhwerk

Für den Bau wird die Wiese vorher gemäht um ausreichend Raum für den Aufbau zu haben.

Vielen Dank an Andreas Schindler, der uns den Kontakt zu unserem Steinlieferanten vermittelt hat und an Erika Maul, die uns freundlicherweise ein Zwischenlager auf ihrem Grundstück zur Verfügung gestellt hat.

 

 

Blütenguerilla

Liebe Gartenbesitzer!

Wir wünschen uns viel mehr heimische Wildblumen in unseren Gärten und möchten Sie ermutigen, dazu beizutragen. Bringen Sie Leben in Ihren Garten statt toten Schotter und sterilen Rasen!

Umstellungswilligen Gartenbesitzern stellen wir gerne Saatgut zur Verfügung – kleine Portionstütchen mit kurzer Erläuterung können Sie am Kerwesonntag,  dem 27.08.2017, an der Endstation vom Schoppenbähnl erhalten.

Auch in der Flur gibt es viele artenarme Grasflächen (oft durch übertriebenes Mulchen der Anlieger entstanden), die jedem Naturfreund ein Graus sind. Wir wollen im Herbst damit beginnen, per Hand solche Flächen an ausgesuchten Stellen umzustechen und zur Frühjahrsaussaat vorzubereiten. Freiwillige Helfer sind herzlich willkommen – wir kündigen es hier rechtzeitig an. Nach und nach werden wir so hoffentlich unsere Umgebung wieder etwas farbiger und attraktiver für Wildbienen, Schmetterlinge (und auch uns Menschen!) machen. In den Städten gibt es die Bewegung des „Urban Gardening“ auf städtischen Flächen, auf dem Land braucht es eine „Blütenguerilla“.

Warum heimische Wildblumen? Es gibt zwar wunderschöne Bienen-Blühmischungen mit vielen Zucht- und Gartenarten, deren Erfolg jedoch nach 1-2 Jahren verpufft und die dann gewöhnlich in Gras- und Unkrautbestände übergehen. Mit heimischen Wildblumen ist der optische Erfolg im ersten Jahr zwar nicht so spektakulär, steigert sich jedoch in den Folgejahren und bleibt über viele Jahre erhalten.

Auch aus einem anderen Grund muss man die beliebten exotischen Blühmischungen (z.B. Mössinger Sommer) mit einem Fragezeichen versehen: Da sie großenteils aus nicht heimischen Arten bestehen,  liefern sie zwar Futter für die Alleskönner unter den Blütenbesuchern, wie Honigbienen und Hummeln, nicht aber für die meisten Wildbienen oder gar die Raupen unserer Schmetterlinge. Wildbienenspezialisten warnen inzwischen eben aus diesem Grunde vehement davor: Gerade die seltenen, die gefährdeten Arten, die Nahrungsspezialisten unter unseren Insekten gehen leer aus. Rund ein Drittel der ca. 500 heimischen Wildbienenarten sammeln den Pollen für die Larven nur an bestimmten Pflanzenarten oder -familien. Sie würden nur auf heimischen Blühmischungen fündig.

Noch etwas macht exotische Ansaaten ökologisch wertloser. Sie bleiben selten über den Winter stehen, bieten also keine Winterverstecke für Eier und Puppen oder Samenstände als Vogelfutter – all das sind kostenlose Leistungen von heimischen Wildblumen, die erst im Frühjahr gemäht werden. Letzteres erfordert bei den meisten Gartenbesitzern allerdings eine Veränderung der Grundeinstellung, im Herbst alles sauber abzuräumen. Wenn wenigstens ein Teil nicht abgeräumt würde, wäre schon ein Gewinn.

Was gibt es bei der Aussaat zu beachten?

Bewährt hat sich hier die Methode nach Johannes Burri, ein bekannter Schweizer Spezialist für Wildblumen („Wildblumenburri“):

Bodenvorbereitung: Vor einer Neusaat muss die «alte» Pflanzengesellschaft restlos beseitigt werden (umgraben, abschälen, hacken, pflügen, fräsen etc.). 2 bis 3 Wochen nach der Bodenbearbeitung beginnt die Spontanflora (Unkraut) schon wieder zu sprießen. Das keimende Unkraut lässt sich am einfachsten mit Hilfe eines Gartenrechens beseitigen. Diese oberflächliche Bearbeitung sollte bei Bedarf im Abstand von einigen Wochen wiederholt werden. Achtung: Die Fläche darf nicht mehr tief bearbeitet werden (max. 3cm). Nach der ersten tiefen Bodenbearbeitung (bei der der alte Bewuchs vernichtet wurde) sollte sich der Boden bis zur Saat mindestens 4 Wochen lang absetzen können. Am Tag der Aussaat muss die ganze Fläche ein letztes Mal, ganz oberflächlich, bearbeitet werden. Keinesfalls sollte man die Fläche düngen oder mit Kompost anreichern.

Aussaatzeit: Eine günstige Zeit ist Mitte August bis spätestens Ende September oder im März-Mai. Da es sich größtenteils um Lichtkeimer handelt, ist es wichtig, dass das Saatgut nur obenauf gesät und keinesfalls eingearbeitet wird. Das unbedingt notwendige Anwalzen, oder Andrücken auf der Fläche sorgt für den benötigten Bodenschluss und eine gleichmäßige Keimung.

Pflege: Frisch gesäte Wildblumen dürfen im ersten Jahr (und auch in den Folgejahren) auch bei großer Trockenheit nicht bewässert werden.

Ein Wildblumenbestand sieht im Aussaatjahr oft sehr schlecht aus und der Deckungsgrad ist ungenügend. Beim flüchtigen Betrachten sieht der Laie nur Unkraut. Das muss so sein! Die Zwei- und Mehrjährigen entwickeln sich erst nach einer Überwinterung.

Sobald kein Licht mehr auf den Boden fällt, ist es Zeit für den ersten Säuberungsschnitt. Dies trifft etwa 8 Wochen nach der Aussaat zu, wenn der Bestand etwa kniehoch aufgewachsen ist. Die Schnitthöhe beträgt etwa 8 cm. Das Schnittgut wird sorgfältig zusammengerecht und entsorgt.

Es wäre toll, wenn viele Essinger Gartenbesitzer eine Wildblumenecke in Ihrem Garten schaffen würden. Wir unterstützen Sie hierbei gerne mit geeignetem Saatgut.

Ein großes Potential bieten ungenutzte Rasenflächen, die in vielen Gärten nur aus Bequemlichkeit angelegt sind, weil sie (irrtümlicherweise) für pflegeleicht gehalten werden. Für Wildbienen und andere Blütenbesucher ist ein gepflegter Rasen eine grüne Wüste. Wenn man einen Teil davon nur noch zwei- bis viermal im Jahr mäht, kommen zumindest Gänseblümchen, Kriechender Günsel, Wiesen-Löwenzahn, Scharfer Hahnenfuß, Gundermann, Weißklee oder Gamander-Ehrenpreis zum Blühen, was bereits eine Verbesserung ist. Eine artenreiche Blumenwiese entwickelt sich meist aufgrund der Wurzelkonkurrenz der Rasengräser nicht. Empfehlenswerter ist daher, gewisse Bereiche nach der oben beschriebenen Burri-Methode neu einzusäen.

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Wir unterstützen Wildbienen

Viele der heimischen Wildbienen sind klein und unscheinbar. Manche Winzlinge sind sogar nur 4 mm groß und oft gibt es Verwechslungen mit Fliegen und sogar Wespen.

In Deutschland sind über 550 verschiedene Wildbienenarten heimisch.

Ihr Lebensraum geht von feuchtkühlen Hochmooren bishin zu trocken-heißen Felshängen. In der Essinger Gemarkung gibt es einige kleine Standorte, die allerdings erst wieder freigelegt und bienenfreundlich gestaltet werden müssen.

Einen kleinen Beitrag konnten wir schon in diesem Jahr leisten. Die Löswand in der Katzenmilch, hier insbesondere der Hohlweg, ist bereits teilweise zurückgeschnitten und von Holunder und Brombeerhecken freigelegt.

Selbst in unseren Hausgärten und auf den Balkonen wird man fündig, wenn ein geeigneter Brutplatz für das Nest, ausreichend Baumaterial und genügend Nahrungspflanzen in der Nähe vorkommen.

Wenn eines dieser drei Teile verschwindet, so verschwinden auch die Wildbienen.

Unterstützen Sie unsere Wildbienen in ihrem Hausgarten indem Sie Blühpflanzen mit offenen Blüten bereitstellen.

Mit Obstbäumen, Krokussen, Maiglöckchen und Sonnenblumen geht die Wildbiene auf Futtersuche durchs Jahr und mit Rosen, Malven und Herbstastern fördern Sie die biologische Vielfalt in Ihrem Garten.

Wenn Sie Pflanzenschutzmittel einsetzen, achten Sie auf bienenungefährliche Produkte.

Wenn Sie Ihre ganz persönliche Gartenwildbiene bestimmen möchten, finden Sie hier bei der Deutschen Wildtierstiftung Rat.

 

 

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Hohlweg Katzenmilch Februar 2017

Die Gemarkung befindet sich nördlich von Essingen in Richtung Kleinfischlingen.

Teilweise sind aus Bienenhöhlen Kaninchenhöhlen geworden.

Das Holundergebüsch beschattet fast vollständig die Lössböschung, hier hatten es Wildbienen wirklich schwer!

Offene Steinwände und Abbruchstellen sind leider selten geworden, aber wichtige Nistmöglichkeiten für Wildbienen und andere Insekten. Die Wände müssen sonnenbeschienen sein um ausreichend Nistmöglichkeit und Überlebensfunkltion für diese zu bieten.

Nach dem Freischnitt eines ca. 30 Meter langen Teilstückes steht die Lösswand jetzt in der Sonne.

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